»344 Yds«
Generationsbedingt wie mental gehört Michael Reiter zu denen, die zur konstruktiv-konkreten Kunst bzw. zur geometrischen Abstraktion ein ambivalentes Verhältnis pflegen. Da ist zum einen die Tradition der Ironisierung, mit der von Morellet bis Armleder auf eine längst scholastisch und dogmatisch wirkende interne Differenzierung der Konstruktiv-Konkreten reagiert wird. Da ist zum anderen jene Entsublimierung der Bildmittel, die letztlich aus der Realkunst-Erfahrung (…)
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»137 m«
Für die Installation „137 Meter” hat Reiter den großen Raum der Galerie Martina Detterer kreuz und quer verspannt; allerdings nicht mit einzelnen, sondern jeweils ‘mehrspurig’ in horizontal gestreiften Bändern. Weder versperren oder erschweren sie den Raumzutritt, noch verstehen sie sich als Kommentar auf den White Cube, der ihnen buchstäblich den Rahmen liefert, noch auf das, was sonst dort an den Wänden hängt. Eher formieren sie sich zur gigantischen, begehbaren Buntstiftzeichnung im Raum, die sich (…)
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